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7.7.13 21:44


anekdote einer kunststudierenden

heute war uni- sommerfest und im rahmen dessen gab es einen installationen- parcour, der sich durch den ganzen uni- campus zog. ich war auch daran beteiligt und die idee meiner installation bestand darin, wertgegenstaende offen auf und in schließfaechern der bibliothek zu drappieren und somit einen widerspruch zu der eigentlichen funktion der schließfaecher herzustellen. ich sammelte ueber wochen alte und teilweise nicht mehr brauchbare gegenstaende von mir und von anderen kommilitonen. alle ideen wurden von der dozentin abgesegnet.
da ich bei einer anderen installation mithalf und die unerwartet viel zeit in anspruch nahm -uebergroße ameisen, die in straßen in eine wandecke zulaufen- , war ich ziemlich unter zeitdruck. ich musste schließlich auch meine eigene installation aufbauen. dennoch schaffte ich es ungefaehr eine viertel stunde bevor die erste fuehrung begann. nach getaner arbeit mit einer kommilitonen wollten wir aufbrechen. ich fragte mich noch, ob ich die installation bei der bibliotheksleitung ankuendigen sollte. ich entschied mich in meinem idealismus und meiner vorstellung von dem, was diese art von kunst ausdruecken soll, dagegen. es blieb nicht folgenlos. wir verließen die bibliothek und ich streunerte ueber den campus, um andere kommilitonen bei ihrem aufbau ihrer werke zuzusehen. da ich zufaellig jene traf, die fuer die namensschilder zustaendig war, holte ich mir meins und wollte es an die schließfaecher anbringen.
ich lief die treppen zu den schließfaecher herunter und mich traf der blitz. alles war weggeraeumt. umgehend sprach ich einen zustaendigen an, der mir sofort antwort in mechanischer art geben konnte. ich erklaerte ihm die situation und, dass die gegenstaende direkt nach dem sommerfest wieder abgebaut werden. der clou war: er bewahrte die dinge nicht auf. er fuehlte sich von der installation "veräppelt" und sah sich gezwungen, die gegenstaende sofort WEGZUWERFEN! WIE BITTE ?! ich dachte, ich spinne. die schlagfertigkeit und antwort, dass das diebstahl ist, kam mir natuerlich wie so oft erst danach. auf die frage hin, wo denn der container sei, wurde ich weiter verwiesen. dasselbe gerede. ich wurde wieder zurueckgewiesen an die leitung. die schlug vor, dass wir uns die sache vor ort nochmal anschauen. das problem lag wohl v.a. an den dauerschließfaechern. einige waren zwar offen, wurden aber vermietet (angeblich ?! immerhin wurden sie die letzten zwei tage nicht genutzt) und die leitung wies auf die moeglichkeit hin, dass die nutzer jederzeit kommen koennten und auf einmal ihr fach zugestellt vorfinden koennten. von meinen beteuerungen, meine daten dazulassen und die dinge sofort abzubauen, ließ er sich zunaechst nicht ueberzeugen. er bot mir an, die tagesschließfaecher zu nutzen, die waren allerding zu hoch und hatten keine gerade, sondern schraege ablage. ich blieb hartnaeckig und machte deutlich, warum ich gerade die dauerschließfaecher mit der geraden ablage brauche. ich weiß garnicht, ob er meine inhaltlichen erklaerungen zu meiner installation verstanden hat, aber er lenkte schließlich ein und kam mit dem vorschlag, dass die betroffenen personen eine gaestekarte beantragen koennen. vielleicht war er auch gerade wegen dem "kunstgelaber" zu ueberfordert. er forderte aber eindringlich auf einen schriftlichen hinweis.
zunaechst wollte ich die gegenstaende aus dem muell rausfischen, aber entschied mich zuerst, die verantwortlichen fuer die erste fuehrung zu suchen, da es bereits 2 uhr war und die erste fuehrung sollte stattfinden. voellig aufgehetzt und kurz vorm tobsuchtanfall rannte ich zum sommerfestplatz, fand sie aber nicht. dafuer aber andere aus dem selben seminar und musste ihnen natuerlich bruehwarm die geschichte erzaehlen. alle reaktionen waren die selben. entsetzen. unverstaendnis. schließlich kamen die "fuehrungsleute" und sagte ihnen, dass sie meine installation auslassen sollen, da ich meine erst wieder zurueckholen musste. meine aufregung ließ nicht nach und ich machte mich jetzt daran, die gegenstaende aus dem container zu holen. der dreck und gestank war mir egal und ich holte mir auch keine maennliche verstaerkung. ich wollte einfach meine sachen wieder aufbauen. meine stimmung war wirklich am tiefpunkt, sodass ich die dinge mit einer lieblosigkeit aufstellte. beim aufbauen traf ich einen kommilitonen, den ich in einem rauhen ton begrueßte.
nachdem alles ungefaehr wieder seinen platz fand, bestaetigte ich dem service, dass ich einen hinweiszettel angebracht habe und drueckte ihm einen parcourplan in die hand.
die naechste dreiviertel stunde war ich immer noch total aufgebracht und kotzte mich bei jedem bekannten gesicht aus, das mir begegnete. erst beim slacklinen erreichte ich einen etwas ruhigeren puls.
nachdem nun ein paar stunden verstrichen sind, seh ich die sache mit einem gewissen schmunzeln und irgendwie war meine installation ja erfolgreich. sie irritierte, provozierte und zeigt auch wunderbar, wie eng der kunstbegriff bei der mehrheit gefasst wird.
dennoch spiele ich mit dem gedanken, der bibliothek einen brief zu schreiben. ich moechte mich zwar fuer den unangemeldeten "eingriff" entschuldigen, halte aber die sehr radikale entscheidung, die sachen einfach zu entsorgen, voellig unangebracht.
beim abbau musste ich auch noch feststellen, dass meine neongruene brille mit den schlitzen geklaut wurde, aber das stoerte mich viel weniger. fuer luise rinser und nick hornby interessierte sich zum glueck keiner.
 
jetzt schaue ich erst einmal eine runde 'verbotene liebe' und packe danach fuer ein langes wochenende: MUSE und der besuch einer sehr guten freundin!

ein eindruck meiner installation:

11.7.13 23:46


Spannendes Wochenende

Menschen sind schon spannende Wesen und wie spannend es auch ist, sich selbst einzugestehen, dass man Grundsaetze, die man sich so behutsam aufbewahrt hat, auf einmal ueber Bord werfen muss. Der Zwang muss nicht einmal da sein. Es kommt von selbst.

16.7.13 00:42


ich brauche keine millionen. mir fehlt kein pfennig zum glück. ich brauche weiter nichts als nur musik, musik, musik!

ich hoere seit der letzten halben stunde nur 'animals' von muse. wie sehr ich dieses lied doch liebe. einfach nur schön. dicht gefolgt von 'isolated system' und 'explorers'. seit einigen jahren bin ich begeisterter muse- anhänger und hatte das glück, sie am wochenende ein drittes mal zu sehen. es war wieder ein erlebnis ohnegleichen, auch wenn ich den perfektionierungsdrang bzgl. der bühnenshows nicht ganz unkritisch sehe. ich war stellenweise einfach sehr überfordert mit den lichtern, den bildern, den effekten und konnte mich darum nicht auf die musik konzentrieren. ein synästhetisches feuerwerk. 'guiding light' in verbindung mit akrobatischen bewegungen einer tänzerin, die von einem glühbirnenballon getragen wurde, fand ich allerdings im wahrsten sinne des wortes bezaubernd.
manchmal erschleichte mich aber ein beklemmendes gefühl, wenn ich das publikum beobachtete, das einheitlich und rhythmisch dieselbe arm- oder handbewegung ausführte, die von irgendjemanden aus der masse ausgelöst wurde. es ist erhebend und furchterregend zugleich, welche energien bei so einer masse entstehen. die menschen werden in den bann gezogen und würden diebe die gunst der stunde nutzen, sie wären um einiges reicher.
etwas überschattet wurde das konzert auch durch das auto- chaos danach. während man bei der ankunft auf der loreley von mehreren verantwortlichen zum parkplatz gelotst wurde, wurde man danach einfach sich selbst überlassen. die autos parkten alle mit der selben ausrichtung und in reih und glied. zwischen den schlangen war zu wenig platz, um aus der parklücke herauszukommen. fuhr das auto vor einem nicht los, so war man zum warten gezwungen. dies alles resultierte in einer 1 1/2-stündigen wartezeit (knapp die gesamtdauer des konzerts), die durch ein hupkonzert kommentiert wurde. ich glaube, ich habe in 1 stunde 5 meter zurueckgelegt.

nichtsdestotrotz war es ein konzert mit vielen wunderbaren momenten:



 

20.7.13 01:23


Neuentdeckung




Ich sag's euch: Ohne Bläser und Trommeln wär's nur halb so großartig!



Deep in the ocean, dead and cast away
Where innocence is burned in flames
A million mile from home, I'm walking ahead
I'm frozen to the bones, I am...

A soldier on my own, I don't know the way
I'm riding up the heights of shame
I'm waiting for the call, the hand on the chest
I'm ready for the fight, and fate

The sound of iron shocks is stuck in my head,
The thunder of the drums dictates
The rhythm of the falls, the number of dead's
The rising of the horns, ahead

From the dawn of time to the end of days
I will have to run, away
I want to feel the pain and the bitter taste
Of the blood on my lips, again

This deadly burst of snow is burning my hands,
I'm frozen to the bones, I am
A million mile from home, I'm walking away
I can't remind your eyes, your face
26.7.13 10:49


Wenn drei Mädels Urlaub planen ...
27.7.13 11:37





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