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Jawohl. Ich habe es hinter mich gebracht. Die Hausarbeit ist vollbracht und ich kann wieder in die Zivilisation zurueckkehren. Ich bin wieder arbeitslos. Nein, nein, keineswegs. Jedenfalls werde ich morgen, falls ich es frueh genug aus den Federn schaff, in die Stadt gehen und nur herumschlendern und vllt erblickt mich ja irgendetwas Kaeufwuerdiges. Auf jeden Fall muss ich raus!

Seit ich hier wieder schreibe, komme ich natuerlich nicht drum rum, andere Blogs durchzulesen. Es sind wirklich viele junge Maedels darunter, aber, wenn ich zurueckdenke, faellt mir auf, dass ich in dem selben Alter auch damit angefangen habe. Es ist schon spannend, aber auch deprimierend zugleich, denn es geht v.a. um Gefuehle. Einseitige Liebe, verlorene Liebe, der Kampf gegen alle Widrigkeiten und die Suche nach dem passenden Platz im Leben. Ich habe mich gefragt, warum denn vorwiegend nur negative Dingen geschildert werden und warum so viele Blogs voll schlechter Energien sind. Recht schnell konnte ich mir diese Frage eigentlich selbst beantworten: Positive Dinge schreibt man seltener auf als negative. Aus Melancholie schoepft man naemlich die meiste Inspiration. Erfolge genießt man. Warum sollte man ueber schoene Dinge schreiben, wenn man sich doch soviel lieber in Selbstmitleid und Verzweiflung suhlt ? Leider habe ich meine alten Eintraege geloescht - und das sicher mit gutem Grund-, aber ich kann mir vorstellen, dass viele in Melancholie getraenkt waren. Nach all den Jahren fuehlt sich das Bloggen fuer mich anders an. Ich schreibe zwar jetzt auch noch Tagebuch, aber das weitaus seltener als ich es in meiner Pubertaet getan habe. Vieles konnte ich mir von der Seele schreiben in dem Schutz der Anonymitaet.
 
Es wird immer Therapie fuer mich bleiben, aber ich habe einen anderen und viel wichtigeren Weg gefunden: Reden. Ich hatte frueher nicht viele Menschen, mit denen ich reden konnte. In den letzten fuenf Jahren habe ich eine wirkliche wichtige Person kennen gelernt, die ich vielleicht sogar als beste Freundin bezeichnen koennte. Sie gibt mir Halt und das Gefuehl, das meine Probleme sehr gut bei ihr aufgehoeben sind. Aber vieles kann ich mittlerweile auch einfach mit mir selbst ausmachen, ohne, dass ich tatsaechlich Papier und Stift zuecken muss. Ich habe manchmal auch einfach gar keine Zeit, um zu schreiben, was sehr schade ist. Wie sich Dinge doch aendern koennen.

Als ich gestern im Bett lag und ueber einen Blogeintrag nachdachte, erinnerte ich mich an eine Zeit, in der ich mich täglich fuer große oder kleine Dinge bedankte. Ich glaube, es wird wieder Zeit fuer Dankbarkeit. Man steckt oft zu sehr in irgendwelchen Dingen fest und vergisst, das zu schaetzen, was man alles erreicht hat oder was einem widerfahren ist. Koennt ihr euch daran erinnern, wann ihr das letzte Mal dankbar wart ? Ich kann es nicht und das will ich aendern. Vllt kann ich das auch in die bevorstehende Vernissage einbauen. Ein Buch oder ein Plakat voll Dankesreden, von mir und den Besuchern geschrieben.

#1 Danke fuer das schoene Telefonat mit Muttern!
1.4.13 04:25


Ich blogge jetzt tatsaechlich jeden Tag was. Mit Anfang des Semesters wird sich das mit Sicherheit drastisch aendern. Ich bin in diesem Jahr zum ersten Mal wieder Fahrrad gefahren, wie schoen das doch war. Beim Fahren habe ich zwar gemerkt, dass ein sehr frischer Wind wehte, aber das war mir dann egal. Hauptsache Luft. Eigentlich wollte ich nur an der Dreisam entlang radeln, aber dann war ich schon so weit, dass ich doch noch in die Stadt reingefahren bin. Bei dem tollen Wetter war ich auch nicht die einzige Person, die das schoene Wetter ausnutzte. So viele Menschen, die einfach nur Spazieren waren oder im Café saßen. Viele waren auch joggen. Ich hab mein Fahrrad dann abgeschlossen und bin in die Altstadt gelaufen, habe das Kinoprogam angeschaut, Klamotten in den Fensterlaeden begutachtet und habe die Eindruecke einfach auf mich wirken lassen.

Schließlich zog es mich dann in der Kirche, weil ich vom Fahren etwas aufgewaermt war und eine Pause brauchte. Ich bin absolut gar kein Kirchengaenger, es sei denn es findet ein Konzert statt, aber ansonsten betrete ich sie nicht. Eigentlich wollte ich sie mir nur anschauen, aber ich sah schon aus der Entfernung das Flackern der Kerzen, sodass ich mich dazu entschloss, mich nahe bei den Kerzen niederzulassen. Viele Leute waren nur fuer das Fotografieren da, aber der ein oder andere saß auch, um die Atmosphaere aufzusaugen. So auch ich. Ich war so fasziniert vom Flammenspiel, dass ich wie gebannt die Zuckungen beobachtete. Jeder  kleinste Windhauch beeinflusste die Flamme. Es war magisch. In solchen Situationen und Orten kommt man natuerlich drum rum, sich Gedanken zu machen. Ich kann mich jetzt natuerlich nicht an alles erinnern, aber ich kam schließlich  zu der Feststellung, dass ich eigentlich wirklich wenig Ahnung von meiner Religion habe. Taufe, Firmung, Kommunion. Als kleines Kind habe ich das einfach mitgemacht, weil es alle taten und man natuerlich schoene Kleider tragen konnte, aber ich konnte mit all dem nichts anfangen. Mit den Jahren habe ich mich innerlich ziemlich von der Kirche und Gott als Person distanziert. Ich wuerde schon behaupten, dass ich auf bestimmte Art und Weise religioes bin, aber ich weiß nicht, ob es einen Gott gibt. Ich glaube eher an eine Kraft. Die Frage, die sich bei mir aber eigentlich stellte, war: Welchen Glauben soll ich meinen zukuenftigen Kinder vorleben ? Soll ich sie taufen ? Eigentlich schon ja, aber ich haette keinen triftigen Grund, weder dafuer, noch dagegen. Reicht denn schon das Bauchgefuehl aus, um so eine Entscheidung zu begruenden ? So fuehrte ich das Gedankenspiel immer weiter und weiter. Eine Antwort habe ich noch nicht.

Nach einiger Zeit verließ ich die Kirche und verspuerte doch einen gewissen Drang nach Nahrung, ich hatte schließlich auch noch kein Mittagessen und es war bereits halb 7 (Den schlechten Schlafrhythmus konnte ich noch nicht austreiben wie man wieder an der Uhrzeit sieht). Zuerst wollte ich zum Mäcces, aber dann bog ich doch rechts zum Doener ab und bestellte mir Yufka. Schon von draußen sah ich die Schlange, aber ich betrat den Laden trotzdem. Nachdem ich bestellt hatte, musste ich natuerlich warten. Ich stand direkt an der Eingangstuer und lief weiter ins Geschaeft rein, um nicht den Eingang zu blockieren. Drinnen bemerkte ich erst wie voll es war. Kein Wunder, es war ja auch Feiertag. Dennoch war ich etwas irritiert, wenn nicht sogar vom Anblick erschlagen. Ich kann auch genau sagen, warum. Ich finde, so Doenerbuden haben so etwas Grobes und Animalisches an sich, denn in denen wird nicht gegessen, sondern gefressen. Bisher habe ich noch niemanden, insbesondere aber noch keine Frau, gesehen, die beim Essen dabei schoen anzusehen war. Bei Backwaren kann man sich noch eine Aesthetik und Etikette bewahren, indem man das Croissant beispielweise mit der Hand zerteilt und in Stuecken isst, aber beim Doeneressen ist das nicht moeglich. Spaetestens, wenn man sich in die Mitte des Doeners vorgebissen hat, die ganz besonders gefuellt ist und bei jedem Biss die Sauce zur Seite laeuft. Da sehen alle gleich aus. Frau kann dabei noch so adrett gekleidet und zauberhaft anzusehen sein.

# Danke fuer dieses wunderbare Wetter und den leckeren Yufka!



2.4.13 03:48


Guten Abend,

nachdem ich mich etwas ausgeruht hatte, muss ich langsam wieder in die Poette kommen und meinen Film schneiden und sonstige Kunstwerke vollenden. Zudem brauche ich noch ein Abschiedsgeschenk fuer meine Mitbewohnerin, die am Montag leider in ihre Heimat zurueckkehrt. Das stimmt mich sehr traurig ): Sie wird mit ihrer herzlichen, leidenschaftlichen und offenen Art definitiv fehlen. Es bleibt aber international, denn unsere neue Mitbewohnerin ist aus den USA und soweit verstehen wir uns wirklich sehr gut. Nicht so "gut" allerdings ist, dass wir uns gerne gegenseitig von der Arbeit abhalten. So habe ich es vorgezogen, mit ihr zu quatschen als etwas fuer meinen Film zu tun oder meinen Stundenplan fertig zu stellen. Ich hasse dieses ganze Prozedere mit den Seminarplaetzen, um die man sich streiten muss. Bisher habe ich aber sehr viele Seminare bekommen. Das liegt wohl an meiner Semesteranzahl. Unproduktiv bin ich trotzdem nicht gewesen, denn nach laengerer Zeit habe ich meine Ukulele wieder ausgepackt und rumgeklampft. Dieses niedliche blaue Ding ist mir zwar sehr ans Herz gewachsen, aber klanglich stellt sie mich nicht mehr so zufrieden, dass ich seit laengerem mit dem Gedanken spiele, mir eine neue, aber qualitativ hochwertigere zu holen. Preislich ist die Grenze bei Instrumenten ja immer offen, aber so knapp 100€ wuerde ich mir das schon kosten lassen. Mir faellt aber gerade auf, dass ich auch einfach andere Saiten kaufen koennte, darum geht es mir ja hauptsaechlich. Mal sehen.

Ansonsten, fuehl ich mich ganz gluecklich, auch wenn ich meine Zeitplan nicht so einhalten konnte wie ich wollte. Ich haette nicht erwartet, dass die Hausarbeit soviel Zeit in Anspruch nimmt. Das Wetter leistet auf jeden Fall seinen Beitrag fuer die positive Laune. Nachdem ich meine Hausarbeit nun auch in gedruckter Version abgegeben hatte, ging ich noch spontan in die Stadt und hielt Ausschau nach Schuhen. Meine Favoriten gab es allerdings nicht in der passenden Groeße.

Langsam trudeln alle Leute aus dem Studium ein und ich muss meine sozialen Kontakte nicht mehr auf meine WG reduzieren. Ich freue mich schon sehr, alle wieder zu sehen und einen geregelten Tagesablauf zu haben. Sowie es den Anschein macht, habe ich sowohl Donnerstag, als auch Freitag frei. Wahrscheinlich werde ich mir aber noch Kunstseminare reinpfeiffen, um meine Mappe voll zu kriegen. Ich bin da immer sehr waehlerisch. Vielleicht koennte ich mich dann auch nach einer anderen oder zusaetzlichen Arbeit umschauen. Mit der momentanen Arbeit bin ich irgendwie nicht so gluecklich, weil sie einfach so im Nachmittag liegt und es nur zwei Stunden sind.

#Danke fuer den abwechslungsreichen Tag!

"Und in diesem Moment, als ich spürte, wie mich die Arme meines Vaters aufrecht hielten und seine Standhaftigkeit mir Stabilität verlieh, wurde mir erstmals bewusst, dass seine Liebe stark genug war, mich vor einem ganzen Ozean zu beschützen."

4.4.13 02:14


da bin ich wieder. kurz und buendig. momentan etwas unter strom, weil die vernissage ansteht und ich noch an ein paar kunstwerken zu arbeiten habe. es geht v.a. um die praesentation. mein film wird gerade fleissig gerendert und ich hoffe sehr, dass ich ihn mit den richtigen einstellungen brenne. worst case: wenn der dvd- player den film nicht abspielen kann. es erfuellt mich mit grauen, wenn ich daran denke. wenn die technik nicht funktioniert. ruhig blut. heute versuche ich mich an den anderen objekten, die sind gluecklicherweise nicht von computern abhaengig, es sei denn, der drucker gibt ebenfalls den geist auf. adrenalin.

in meinem alten kinderzimmer habe ich meine ganze sammlung an mangas wieder entdeckt. peach girl. innerhalb von 3 naechten bin ich mit sicherheit alle baende durch. ein schoenes hobby hatte ich da. vielleicht sollte ich wieder damit anfangen.

ich geh jetzt essen. kann keine richtigen saetze formulieren. over& out

10.4.13 19:31


ich brauche einen neuen laptop. dieser hier ist gute 5 jahre alt und zugemuellt. mir fehlen gerade die worte. die vernissage rueckt naeher und darum werden dinge, die nicht relevant sind, in den hintergrund gedraengt. dennoch habe ich die schlechte angewohnheit, aufgaben zu verschieben. ich bin dauerbeschaeftigt. mein wochenende war aber schoen und ich konnte sehr gut abschalten. montag faengt das semester wieder an und ich schleppe jede mengen aufgaben mit. passbild. stundenplan. arbeitszeiten. t-shirt- entwurf. zula-themen. praktikumsbericht. hausarbeitserklaerung. hausarbeit ummelden. hachja.
tatsaechlich habe ich weitere mangas gelesen. viele habe ich angefangen, aber nicht weiter verfolgt. nun ist mir "heads" unter die augen gekommen. ein sehr duesterer manga. es geht um jun naruse, der in einen ueberfall geraet und sich schuetzend vor ein kind wirft. dabei wird er von einer kugel in den kopf getroffen. seine geschaedigte gehirnhaelfte wird durch ein spenderhirn ersetzt. er ueberlebt die op und behaelt sein gedaechtnis. allerdings zeigen sich durch das transplantierte gehirn aenderungen in seinem charakter. so missfallen ihm phasenweise die sommersprossen seiner freundin. auch seine zeichnungen haben einen anderen und klareren strich. auf den laerm seiner nachbarn, die zocken, reagiert er aeußerst aggressiv.
leider hatte ich mir nur den 1. band geholt. ich werde mir wahrscheinlich die anderen 3 holen. das thema ist wirklich spannend, hat aber einen sehr fahlen und morbiden nachgeschmack. die zeichnungen sind sehr ausdrucksstark komponiert. ich bin wirklich beeindruckt, wie es der zeichner schafft, fuer eine zweilielichte Stimmung zu sorgen. echt schon kinematografisch. kein vergleich zu den leichten unterhaltungsserien.




14.4.13 03:49


also, manche leute verstehen einfach kein 'nein'
15.4.13 23:23


mich ueberfaellt gerade eine (un)begruendete traurigkeit.
18.4.13 15:15


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